Studiengang Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut

Bewerbungsfrist>> für das Wintersemester 2016 ist beendet

Papierrestauratoren arbeiten an und für Institutionen, die als wesentliche Wissensspeicher der Menschheit schriftliche und bildliche Zeugnisse in großer Menge – oft bis an die Millionengrenze zählend – und unterschiedlichster materieller Ausprägung bewahren.

Qualifizierte Papierestauratoren haben viele abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben in der Erhaltung, Instandsetzung und materiellen Erforschung von vielen Objektgattungen, darunter: Bücher, Handschriften, Graphiken, und Zeichnungen, auch Spielkarten, Papierkleider, Globen, Hutschachteln und vieles mehr. Papierrestauratoren sind – worauf auch der Name des Studiengangs hinweist – auf verschiedene Fachgebiete spezialisiert: Kunst auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut.

Was erfordert der Beruf? Und was macht ihn so interessant? Hierzu wesentliche Konstanten:

Fähigkeiten und Kenntnisse aus sehr unterschiedlichen Fachgebieten kommen in der Arbeit des Restaurators zusammen. Dazu gehört zuerst ein tiefgreifendes – historisch, naturwissenschaftlich und technisch orientiertes – Verständnis der Materialität historischer Objekte. Ein hohes Maß an Kreativität ist gefragt in der Steuerung aller restauratorischen Projekte und Aufgaben. Besonders für Eingriffe, die direkt am Objekt erfolgen, sind exzellente spezialisierte manuelle Fähigkeiten erforderlich. Und nicht zuletzt braucht man eine ausgeprägte Sensibilität für die Bewertung des gealtertes Erscheinungsbildes der Objekte – ggf. auch seiner Funktionalität, eine Kernanforderung bei beweglichen Objekten wie Büchern oder Fächern. Schließlich muss man restauratorischen Ziele auch gegenüber Auftraggebern oder Partnern in der Kulturguterhaltung und -nutzung vermitteln. Offenheit und Interesse an differenzierten Untersuchungen zu Herstellungstechniken, Schadensbildern, der Entwicklung und stetigen Anpassung von Restaurierungsmethoden für optimierte Behandlungen und die Sicherung von Objekten ist Kern jeder restauratorischen Tätigkeit. Der Beruf bietet also viele dauerhaft wirksame Anreize zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Materialität historischen Kulturguts!

Es ist das erklärte Ziel des Studiengangs und wesentlicher Grundsatz seiner Lehre,  Forschung und Projekte, die Entwicklung der Studierenden zu eigenständigen, kritischen Wissenschaftlerpersönlichkeiten zu befördern und sie optimal auf die breit gefächerten restauratorischen Aufgaben vorzubereiten.

Der MA-Abschluss bildet nach fünf Jahren intensiven Studiums die Basis für den Einstieg in eine eigenverantwortliche Berufstätigkeit.

Broschüre-Cover copyInformieren Sie sich hier über den Beruf und das Stuttgarter Studium: Studiengang Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut. Beruf – Studium – Förderung,  Förderverein Papierrestaurierung Stuttgart, 2015.

 

Der Studiengang wurde 1990 von Prof. Dr. Gerhard Banik gegründet, in den Folgejahren aufgebaut und bis 2008 geleitet. Seither ist Prof. Dr. Irene Brückle die Leiterin des Studiengangs.

 

 

Der Studiengang zeichnet sich aus durch:

tiefgreifende und vielseitige restauratorische Expertise der Lehrenden

herausragende didaktische Aufbereitung aller Lehrinhalte

systematische praxisbezogene Vermittlung von Kernkompetenzen

intensive Betreuung in allen Projektarbeiten

regelmäßiges persönliches Feedback

vielseitige Möglichkeiten zur Mitwirkung an externen Projekten

große Auswahl unterschiedlichster Objekte zur eigenhändigen Bearbeitung

Flexibilität in der Berücksichtigung individueller Interessen

Förderung von Teamkompetenzen

Der ursprüngliche Name „Restaurierung und Konservierung von Graphik, Archiv- und Bibliotheksgut“ wurde 2010 mit den anderen Restaurierungstudiengängen zu „Konservierung und Restaurierung“ geändert, 2012 folgte eine Änderung zu „Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut“.