DER STUDIENGANG

Im Fokus des Stuttgarter Studiengangs steht die Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier. Für diesen Schwerpunkt ist der Studiengang auch durch seine Einbindung in einer Kunstakademie in besonderer Weise ausgestattet. 

Der Studiengang folgt in der Lehre und Forschung seinem wichtigsten Grundsatz, Studierende zu eigenständigen, in der Praxis vielfältig befähigten Wissenschaftlern heranzubilden. Studierende werden in einem differenzierten Ausbildungsprogramm auf die breit gefächerten restauratorischen Aufgaben in der heutigen Gesellschaft vorbereitet, auch mit Blick auf die Weiterentwicklung des Fachs. Dabei vermittelt das BA-Studium wesentliches Grundlagenwissen. Das MA-Studium vertieft dieses Wissen mit Spezialisierungen insbesondere auf Kunstwerke auf Papier einschließlich zeitgenössischer Kunst und erweitert es in Spezialisierungsgebieten. Der MA-Abschluss bildet nach fünf Jahren intensiver Gesamtstudiumszeit die Basis für den Einstieg in die Berufstätigkeit. Lesen Sie mehr unter Studieren.

Wir sind laufend in kooperativen Forschungen und Restaurierungsprojekten tätig. Der Studiengang arbeitet mit Institutionen und Sammlungen in Projekten zusammen, in die unsere Studierenden regelmäßig eingebunden sind und in denen sie neben der inhaltlichen Arbeit wichtige Erfahrungen zu den unterschiedlichen Anforderungen von Teamarbeit und Kooperationstätigkeit sammeln können. Gegenwärtig laufen u.a. Vorhaben mit der Kunsthalle Karlsruhe, der Universität für Bodenkultur in Wien, dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und der Feste Coburg, in die Studierende zentral eingebunden sind (s. nächster Absatz sowie langfristige Projekte, Personen, und Kooperationspartner).

Die wissenschaftlichen Arbeiten unserer Studierenden tragen regelmäßig zur Entwicklung des Fachs bei. Viele Abschlussarbeiten ab 2009 (MA) und vor 2008 (Diplomarbeiten) betreffen langfristige Forschungs- und Entwicklungsthemen, so z.B. das Bleichen von Papier, die Lagerung von Großformaten, oder wässrige Behandlungstechniken, viele davon kommen zur Veröffentlichung. In den BA-Arbeiten liegt der Schwerpunkt oftmals auf besonderen Einzelwerken, in denen das wissenschaftlich und manuell differenzierte Arbeiten an und mit originalen Objekten detailliert dokumentiert wird. Auch diese Arbeiten werden gelegentlich publiziert und häufig in Zusammenfassung als Poster gestaltet, die unter BA-Arbeiten abrufbar sind. Zu Publikationen der Studierenden, s. auch Monographien und sonstige Publikationen.

Der Stuttgarter Studiengang zeichnet sich aus durch:

tiefgreifende und vielseitige restauratorische Expertise der Lehrenden

herausragende didaktische Aufbereitung aller Lehrinhalte

systematische praxisbezogene Vermittlung von Kernkompetenzen

intensive Betreuung in allen Projekten und Arbeiten

regelmäßiges persönliches Feedback

vielseitige Möglichkeiten zur Mitwirkung an externen Projekten

große Auswahl unterschiedlichster Objekte zur eigenhändigen Bearbeitung

Flexibilität in der Berücksichtigung individueller Interessen

Förderung von Teamkompetenzen

Und wofür stehen wir innerhalb des Berufsfeldes? Lesen Sie nach in unserer Broschüre:

Geschichtliches:

Der Studiengang wurde 1990 von Gerhard Banik gegründet, aufgebaut und bis 2008 geleitet. Seitherige Leiterin ist Irene Brückle.

Wissenschaftliche Mitarbeiter: Sebastian Dobrusskin 1990–1994, Barbara Hassel 1994–1998, Andrea Pataki­ Hundt 1998–2017, Regina Schnel­ler 2002–2005, Eva Hummert 2011–2014, Mario Röhrle seit 2013.

Der ursprüngliche Name „Restaurierung und Konservierung von Graphik, Archiv- und Bibliotheksgut“ wurde 2010 mit den anderen Restaurierungstudiengängen zu „Konservierung und Restaurierung“ geändert, 2012 zu „Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut“.