LANGFRISTIGE PROJEKTE

Der Studiengang ist an kooperativen, teils drittmittelgeförderten Projekten beteiligt, an denen Studierende die Gelegenheit erhalten, unterschiedliche, verantwortungsvolle Aufgabenstellungen im Team zu erarbeiten. Weitere Projekte und Schwerpunkte der Forschung, s. Personen, Monographien, MA-Arbeiten, BA-Arbeiten.

seit Sept. 2017 Ute Henniges is the coordinator of the Working Group “Graphic Documents”. This association is one of 21 dedicated Working Groups in the context of ICOM – Committee of Conservation (ICOM-CC), the largest international committee in the framework of the International Council on Museums (ICOM). Within its 21 working groups, ICOM-CC offers conservators, scientists, curators and other professionals the opportunity to collaborate, study and promote the conservation and analysis of culturally and historically significant works. Members participate in specialised international meetings and receive the committee’s activities through the newsletters of the Directory Board and working groups and Preprints, published for Triennial Meetings.

2017 bis 2018:  Mit der Kunsthalle Karlsruhe  ist der Studiengang Projektpartner in dem DFG-geförderten Forschungsprojekt „Giovanni Battista Piranesi and his Workshop: Two newly identified Albums at Karlsruhe“ zusammen mit der Università della Svizzera italiana, Accademia di architettura, Istituto di storia e teoria dell’arte e dell’architettura. Maria Krämer (Absolventin des Studiengangs, MA 2015) ist als Doktorandin Projektmitarbeiterin federführend in der Untersuchung der Alben.

2017 bis 2018: Irene Brückle ist Teilnehmerin im DFG-finanzierten Forschungsnetzwerk zu Zeichnungen in Hell und Dunkel auf farbig grundierten Papieren im oberdeutschen Raum um 1500, das von Daniela Bohde, Institut für Kunstwissenschaften an der Universität Stuttgart, initiert wurde und unter Mitarbeit von Anna Christina Schütz geleitet wird.

Seit 2011 konservatorische Behandlung der Tapetenentwürfe der bis zu ihrer Schließung 2004 weltbekannten württembergischen Textildruckfirma Pausa, Mössingen,  in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Esslingen (Andreas Menrad, Maren Mau-Pieper) über eine KUR Projektförderung. Konservierung des Gesamtbestands der nach Unternehmensschließung durch Vernachlässigung stark beschädigten Sammlungen. Der Studiengang befasst sich in mehreren Projektabschnitten mit der Malschichtfestigung der originalen Textilentwürfe. Publikation: Maren Mau-Pieper, Andrea Pataki-Hundt, Festigung der abblätternden Malschicht bei Textilentwürfen der Pausa, Arbeitsheft 32, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (2015): 255-262.

Seit 2012 konservatorische Erfassung und Neulagerung des Nachlasses Hans Fähnle (1903–1968) an der Städtischen Galerie Fähnle in Überlingen durch Finanzierung des  Förderverein der Galerie. Studierende nutzen die Infrastruktur des Studiengangs, um die Werke technisch zu beschreiben, bildtechnisch zu dokumentieren, den Erhaltungszustand zu klassifizieren und neu zu verpacken. Publikation: Marie Kern, Maria Krämer: die Erschließung des grafischen Werks, in: Uli Braun, Volker Caesar, Thomas Knubben (Hrsg.) im Auftrag der Gemeinde Flein, Hans Fähnle. Maler, Katalog zur Ausstellung im Rathaus Flein (24. 12.–15. 12. 2013), Weissbooks.w, Frankfurt am Main, S.148-151.

2009–2012: BMBF-geförderte Forschungskooperation „Das Erbe Schinkels – die Untersuchung und Konservierung der Sammlung Karl Friedrich Schinkel“ („Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaften“) unter Leitung des Kupferstichkabinetts, Staatliche Museen zu Berlin, im Verbund mit dem Studiengang, der Universität für Bodenkultur Wien und der Materialtechnischen Prüfungsanstalt der Technischen Universität Stuttgart. Der konservierungswissenschaftliche Teil des interdisziplinären Projekts stand unter der fachlichen Leitung von Fabienne Meyer, Restauratorin am Kupferstichkabinett. Sie war verantwortlich für die kunsttechnologische Untersuchung der Zeichnungen der über 5000 Werke beinhaltenden Sammlung Karl Friedrich Schinkel und für die Entwicklung von optimierten Lagerungsbedingungen. Ca. 5000 Werke in der Sammlung Schinkel wurden kunsttechnologisch ausgewertet und einer optimierten mehrstufig konzipierten Lagerung zugeführt unter Berücksichtigung einer Minimierung der atmospherischen volatile organic compounds Belastung. An der Akademie betreute Publikation (u.a.) Dissertation Fabienne Meyer

2008–2011:  Kooperationsprojekt mit der Akademie der Künste Berlin zur Konservierung von Architekturplänen im Hans-Scharoun-Archiv mit Förderung durch das KUR-Programm der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder und Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste. Schwerpunkt der Arbeit an ausgewähltem Bestandssegment von 5000 Architekturzeichnungen u. Lichtpausen: materialtechnische Identifizierung und technische Beschreibung historischer Lichtpausverfahren, Projektplanung, Konservierungsmaßnahmen (Entrollung, Sicherung, Planlegung und Neulagerung). Publikation mit DVD und Bildtafel zur Identifizierung von Lichtpaustechniken: Hrsg./eds. Eva Glück, Irene Brückle, Eva-Maria Barkhofen. Papier–Linie–Licht. Konservierung von Architekturzeichnungen und Lichtpausen aus dem Hans-Scharoun-Archiv. Paper–Line–Light. The Preservation of Architectural Drawings and Photoreproductions from the Hans Scharoun Archive, Akademie der Künste, Berlin, 2012.

2007–2011: Untersuchung und Restaurierung des Stuttgarter Psalters in Kooperation mit der Württembergischen Landesbibliothek unter fachlicher Leitung von Gerhard Banik und Andrea Pataki-Hundt. Am Studiengang wurde unter Mitwirkung von Studierenden die Konservierung und Restaurierung des im Jahr 820 entstandenen Stuttgarter Psalters im Besitz der Württembergischen Landesbibliothek konzipiert und von A. Pataki-Hundt durchgeführt. Publikation: Vera Trost, Andrea Pataki-Hundt, Enke Huhsmann (Hrsg.): Kupfergrün, Zinnober & Co. Der Stuttgarter Psalter. Katalog zur Ausstellung (9. April bis 21. Mai 2011), Jahresgabe 2011 der Württembergischen Bibliotheksgesellschaft, Stuttgart 2011.