Ausstattung

Der Studiengang bietet mit dem großen, hellen Restaurierungsatelier, der Fotodokumentation, dem nasschemischen Labor, den Nassbehandlungs- und Feuchteräumen, (insges. ca. 800 qm) exzellent ausgestattete Arbeitsplätze für alle Studierenden. Alle berufsrelevanten Instrumente und Geräte sowie eine hervorrragende Studiensammlung  können täglich genutzt werden. Die gesamte Ausstattung ist darauf ausgelegt, ein fokussiertes Arbeiten auch an mehreren, parallelen Projekten in unkompliziertem Wechsel mit Lehrveranstaltungen und den sie begleitenden Aufgaben zu ermöglichen. Die Büros der Studiengangsleitung und Mitarbeiter*innen, das Sekretariat sowie Küche und Essraum sind angeschlossen.

Bibliothek / Vorlesungsraum: Die mit Computern ausgestattete, umfangreiche und über den zentralen Katalog der Akademie recherchierbare Standortbibliothek dient auch als Vorlesungs- und Seminarraum.

Restaurierungsatelier (276 qm): Studierende arbeiten an einem für die Dauer des Studiums für sie eingerichteten Arbeitsplatz (mit Beleuchtung, flächiger Ablage, Schubladenrollwagen). Zwei große Arbeitsinseln, eine davon auch für die Life-Projektion und Leinwand ausgestattet, ermöglichen den Austausch bei Lehrveranstaltungen. Das Lehratelier ist mit seinen mobilen Geräten, Instrumenten und Materialien praxisbezogen und thematisch sortiert eingerichtet. Stereomikroskope mit digitaler Aufnahmeoption unterstützen die Untersuchung und Restaurierung von Objekten.

Fotodokumentationsraum (25 qm): Digitale Dokumentation und bildgestützten optischen Untersuchungen von Objekten mittels sichtbarer Strahlung (LED), UV, IR werden als eigenes Lehrgebiet unterstützt. Der Studiengang ist auch für große dreidimensionale Objekte ausgestattet.

Nasschemisches Labor (50 qm): Das Labor weist mehrere Arbeitsstationen mit gut sortierter Laborausrüstung einschließlich Spezialinstrumenten auf.  Ein geräumiges Digestorium erlaubt die Durchführung von Untersuchungen, Behandlungen und Analysen sowie zur Aufbereitung von Chemikalien, von denen eine gut sortierte Auswahl vorliegt.

Nassraum (35 qm): Der Raum enthält mehrere Stahlbecken und einstellbare Wannen unterschiedlicher Größe für wässrige Behandlungen, drei unterschiedliche und innovative Lichtbleichanlagen, ein Unterdrucktisch mit Haube zur gleichzeitigen Befeuchtung, einen beleuchtbaren Unterdrucktisch mit gesinterter Polyethylen-Platte sowie eine neue Herco-Wasseraufbereitungsanlage. Großflächige Arbeitstische erlauben bequemes und sicheres Arbeiten auch mit großformatigen Objekten.

Befeuchtungsraum (24 qm): In diesem Raum finden Arbeiten auch an großformatigen Objekten statt, die eine geräteregulierte und stufenlos einstellbare relative Feuchte erfordern. Zur Verfügung stehen neben allerhand Hilfsmaterialien Befeuchtungskammern, eine neu entwickelte Unterdruckscheibe für die Entfernung von Haftklebstoffen, verschiedene Aerosolgeneratoren und Spanntrocknungspanele.

Holz- und Metallbearbeitung (16 qm): Hier erfolgt die Bearbeitung von Holz, im Speziellen das Bearbeiten von Holzdeckelbänden. Eingerichtet ist der Raum mit Standbohrer, Schleifgeräte und zwei Goldschmiedearbeitsplätzen.

Fotolabor (12 qm): Grundkentnisse der analogen und historischen fotografischen Verfahren steht ein vollständig ausgestattetes Fotolabor zur Verfügung. Es dient dem Entwicklen von Schwarzweißfotografien, dem Vergrößern von Negativen und dem Trocknen und Pressen von Papierabzügen. Der abgedunkelte Raum beinhaltet zwei  Wässerungsbecken.

Materiallager (46 qm): Der Studiengang verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Restaurierungs- und Labormaterialien einschließlich eines gut sortieren Fundus an Probematerialien für Versuchsdurchführungen.

Instrumentenraum und analytische Geräte: Für die Durchführung von Alterungstests in Zusammenhang mit Studien- und Forschungsarbeiten stehen drei Heraeus-Vötsch Klimaalterungsschränke zur Verfügung, des Weiteren ein Q-SUN Lichtalterungsgerät Xe-1-B mit einer Xenon Prüfkammer. Farbmessungen können mit einem Datacolor Spektrometer mit Kugeloptik sowie ein X-Rite Colorchecker durchgeführt werden. Weitere Geräte zur instrumentellen Analytik (Raman, FTIR, Keyence-Digitalmikroskop, Gefriertrocknungsgerät, Röntgen, etc.) sind innerhalb des Instituts für Konservierungswissenschaften verfügbar.

Die Studiensammlung umfasst umfangreiche Bestände von Papieren, Pergamenten, Graphiken, Fotografien und Künstlermaterialien, die in Lehrveranstaltungen eingebunden werden. Sie beinhaltet umfangreiche Schenkungen.

Papier: Konvolute vorwiegend des 18. bis 20. Jh. werden ergänzt durch eine Kollektion von Fasern und von Marmorpapieren. Die Sammlung Brückle/Gaehde beinhaltet die ehemaligen Sammlung Christa Gaehde und umfasst europäische Papiere des 15. bis 20. Jh., asiatische Papiere.

Pergament: Hier finden sich Pergamentnutzen, historische Buchdeckel, überformatige Seiten einer Choralhandschrift, Fragmente historischer Handschriften.

Druckgraphiken und Zeichnungen: durch Ankauf und Schenkung zusammengetragene Werke und Materialproben dienen der Lehre und dem Selbsttudium.

Farbmittel: Pigmente, Zeichenmittel und Farbmittel teils spezieller Herstellung aus Projekten sind für Studierende einsehbar und nutzbar. Die Sammlungen werden ergänzt durch die Sammlung von historischen Pigmenten des Fördervereins Papierrestaurierung Stuttgart.

Bucheinbände: Muster historischer Bucheinbandformen dienen dem Studium ihrer Konstruktionsprinzipien in Zusammenhang mit dem Erlernen der Buchrestaurierung. Das Spektrum reicht vom gotischen Holzdeckelband über den Renaissanceeinband bis hin zu orientalischen Buchstrukturen, Koperten und modernen Konservierungseinbänden.